Balintarbeit

Michael Balint hat vor mehr als 50 Jahren eine Gruppenarbeit mit Ärzten entwickelt, um die Arzt-Patienten-Beziehung besser zu verstehen.

In einer Balintgruppe sitzen 8-12 Kollegen unter der Moderation eines ausgebildeten Balintgruppenleiters zusammen. 1 ½ Stunden lang beschäftigen sie sich mit einer Arzt-Patienten-Beziehung, die der vorstellende Kollege erhellt haben möchte. Die Balintarbeit bietet einerseits ein Stück Selbsterfahrung für die ärztlichen und therapeutischen Kollegen, andererseits lernt der vorstellende Kollege, sich stärker auf den Patienten und dessen Erleben zu konzentrieren und dadurch über die Krankheit hinaus die Gesamtpersönlichkeit und den Ganzheitsaspekt im Auge zu behalten.

Frau Dr. Prinz-Zaiss bietet regelmäßig Balintgruppen in der Praxis an.

Kommende Termine für 2019:
Samstag 4. Mai
Samstag 20. Juli
Samstag 24. August
Samstag 12. Oktober
Samstag 14.  Dezember

Wo: Im Seminarraum der Praxengemeinschaft für Psychotherapie und Psychoonkologie, Stadtstr. 11, in Freiburg

Anmeldung: Bitte setzen Sie sich direkt mit Frau Dr. Prinz-Zaiss in Verbindung.

Supervision

Supervision ermöglicht aufgabenbezogene, persönliche und institutionelle Bedingungen der eigenen Arbeit zu reflektieren. Der geschützte Raum einer Supervision hilft dabei, Abstand zu gewinnen und aus unterschiedlichen Perspektiven auf das berufliche Handeln zu blicken, Ressourcen besser zu nutzen und Kompetenzen zu erweitern. Außerdem können in einem Supervisionsprozess berufliche Rollen geklärt und Veränderungen oder Neuausrichtungen erarbeitet werden. Teamsupervision fördert darüber hinaus die Kommunikation und Zusammenarbeit von Personen mit gemeinsamen Aufgaben. In diesem Sinne dient Supervision der fachlichen Qualifizierung in der professionellen Arbeit mit Menschen.

Wir bieten Supervision für verschiedene Berufsgruppen an und folgen dabei einem lösungs- und zielorientierten Ansatz, der mit Wertschätzung Zusammenhänge beleuchtet sowie Selbstfürsorge und  Eigenverantwortung stärkt.

Insbesondere bieten wir Supervision an für:

  • Psychologen in Psychotherapieausbildung (Lehr- und Ausbildungssupervisionen)
  • Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten
  • Psychoonkologen und Psychologen in unterschiedlichen klinischen Arbeitsbereichen
  • Fachärzte und Ärzte in der Facharztweiterbildung
  • Pädagogen, Pflegekräfte, Seelsorger, Sozialarbeiter und andere im Gesundheitssystem tätige Berufsgruppen

Dabei kann die Supervision in unterschiedlichen Settings und mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunktsetzungen stattfinden:

  • Einzelsupervision
  • Gruppensupervision
  • Fallsupervision
  • Teamsupervision

Supportiv-expressive Gruppentherapie (SEGT)

Dieser gruppentherapeutische Ansatz wurde seit den 70er Jahren an der Stanford Universität in den USA von Irvin Yalom, David Spiegel und weiteren Mitarbeitern speziell für die Psychotherapie mit Krebspatienten entwickelt. Er basiert auf Yaloms Arbeiten zur existenziellen Psychotherapie und prozessorientierten Gruppentherapie. Um den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung gerecht zu werden, verbindet der Ansatz unterstützende und emotionsfokussierende Prinzipien mit einem Vorgehen, welches erkrankungsbezogene Themen, die wesentlichen Fragen nach Sinn, Tod und Sterben und Beziehungen in den Mittelpunkt stellt.

Nach einem einjährigen Aufenthalt in Stanford brachte Katrin Reuter den Therapieansatz nach Deutschland mit und erprobte und adaptierte ihn zusammen mit Kollegen ab 2004 für den deutschsprachigen Raum.

2016 erschien das Manual in deutscher Sprache: Link

Fortbildungen zu supportiv –expressiver Gruppentherapie
Finden in verschiedenen psychoonkologischen Weiterbildungsinstituten sowie in unserer Praxis statt.
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Supportiv-expressive Gruppentherapie in unserer Praxis
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